Skip to main content

Verhaltenstherapie vs. Systemische Therapie

 

“ Verhaltenstherapie und Systemische Therapie – wo liegt der Unterschied?“

 

Sowohl die Verhaltenstherapie als auch die Systemische Therapie sind wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieverfahren. Beide können bei vielen psychischen Beschwerden helfen. Sie unterscheiden sich jedoch darin, worauf sie in der Therapie den Schwerpunkt legen.

 

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie richtet den Blick besonders darauf, wie aktuelle Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen miteinander zusammenhängen. Gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten werden belastende Muster verstanden und Schritt für Schritt verändert. Dabei kann es beispielsweise darum gehen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren, mit schwierigen Gefühlen anders umzugehen oder festgefahrene Gedanken zu verändern. Häufig werden konkrete Übungen und Strategien in den Therapiealltag übertragen.

 

Systemische Therapie

Die Systemische Therapie betrachtet psychische Beschwerden stärker im Zusammenhang mit den Beziehungen und Lebensbedingungen eines Menschen. Dabei können beispielsweise Partnerschaft, Familie, Freundschaften, Arbeit oder andere wichtige Lebensbereiche eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Menschen gegenseitig beeinflussen und welche Muster dabei entstehen. Gemeinsam werden neue Sichtweisen entwickelt und Möglichkeiten gefunden, mit schwierigen Situationen anders umzugehen.

 

Kurz gesagt:

Während die Verhaltenstherapie häufig stärker darauf schaut, wie sich Gedanken, Gefühle und Verhalten verändern lassen, betrachtet die Systemische Therapie stärker, wie ein Mensch in seine Beziehungen und sein Umfeld eingebunden ist. Beide Ansätze können dabei helfen, neue Perspektiven zu entwickeln und Veränderungen im eigenen Leben anzustoßen.“

 

Folgende Störungsbilder und Erkrankungen Erwachsener
können bei uns behandelt werden:

  • Angsterkrankungen (z.B. Panikstörung, soziale Ängste,Phobien)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen oder traumatische Erfahrungen (Todesfälle, Vergewaltigung, Überfälle, Verkehrsunfall u.a.)
  • Anpassungsstörungen in Reaktion auf schwierige lebensgeschichtliche Ereignisse (Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Verluste, Kinderlosigkeit, Stress, Mobbing, Flucht)
  • Zwangserkrankungen
  • Depressionen und andere affektive Erkrankungen
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Essstörungen (z. B. Bulimie, Magersucht, Adipositas)
  • Schmerzstörungen (z. B. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne)
  • Erkrankungen im Zusammenhang mit Persönlichkeitsstörungen

Bei folgenden Erkrankungen kann ein Behandlungsangebot
ggf. nicht unterbreitet werden oder bedarf besonderer Abklärung:

  • Suchterkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Psychotische Erkrankungen

In einer übergeordneten Behandlungsstrategie werden
folgende Verfahren angewandt:

  • stimulusbezogene Methoden
  • responsebezogene Methoden
  • Methoden des Modelllernens
  • Methoden der kognitiven Umstrukturierung, Problemlöse- und Stressbewältigungsmethoden
  • Selbststeuerungsmethoden und Emotionsregulationstraining
  • Krisenintervention und bewältigungsorientierte Methoden
  • Integration neuerer Behandlungsansätze aus der 3. und 4. Welle der VT (Dialektisch-behaviorale Methoden, Akzeptanz- und Commitment-Therapieansätze, Schematherapeutische Elemente, Ansätze aus der Traumatherapie)
  • seit 2023 können wir den Einsatz hochwirksamer VR-Technologie anbieten, der sich als besonders effektiv bei der Behandlung von Phobien erwiesen hat. Situationen, die aufwändig oder riskant sein können, werden durch Knopfdruck hergestellt. Damit werden diese Behandlungen noch wirksamer.